Literatur


Aufgrund der Tatsache, dass ich auch als Lehrerin tätig bin und mich daher naturgegeben mit dem Thema Bildung beschäftige, möchte ich an dieser Stelle einige inspirierende Bücher zu den Themen Konsumkritik, Nachhaltigkeit und Naturerleben aufführen. Es mag verwundern, dass Jagdliteratur hier keine Erwähnung findet. Meine primäre Beschäftigung dient dem nachhaltigen Konsum, dem Überkonsum, seinen Auswirkungen auf Mensch und Natur sowie der Natur an sich. Ich habe weder einen Jagdschein (kommt vielleicht noch, sollte ich dies als sinnvoll für meine Arbeit erachten) noch habe ich Biologie studiert, obschon Biologie neben Kunst mein Lieblingsfach in der schule war. Immerhin haben wir einen Jagdhund, aber das ist ein anderes Thema.

Mir geht es um einen Zugang zu den Themen Konsum und Natur. Um einen gedanklichen Impuls,
der vielleicht dazu führt, dass man die Dinge auch noch aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet. Bei all diesen Dingen gehe ich natürlich erst einmal von mir selbst aus. Wie sollte es auch anders sein!  Das Spektrum zwischen „naivem“ Naturkind von damals und „aufgeklärtem“ Stadtmenschen von heute ist zugegebenermaßen groß. Es kann sicherlich nicht alles in der gleichen Intensität abgebildet  werden. Das ist auch gar nicht meine Absicht. Es ist mein Weg. 
Und es gibt sicherlich auch noch andere Wege, die genauso ihre Berechtigung haben. 

Nach meinem Umzug nach Deutschland hat es eine Weile gedauert bis ich wieder meinen Weg zurück zur Natur gefunden habe. Inzwischen lebe ich schon wieder fast  auf dem Land. Genauer gesagt:  in einer Kleinstadt mitten in der Stadt mit eigenem Haus und großem Garten. Das Haus, über 100 Jahre alt, haben mein Mann und ich jahrelang in großen Teilen selbst renoviert.
Zum Teil habe ich auch Dinge, wie unsere Wohnungseingangstür, selbst designt.
Es macht einfach Spaß kreativ zu sein! Hier ist natürlich auch mein Atelier und hier bauen wir unser Gemüse an.


Besonders begeistert bin ich von den Dingen, die im Frühling einfach so „wild“ in unseren Garten wachsen. Der Höhepunkt des Jahres ist für mich immer im März/April, wenn der Bärlauch kommt…Selbstgemachte Bärlauchbutter auf frischem Brot vom Markt – etwas Leckereres gibt es nicht.

 

 

 

 Konsum/Kritik


Corell, Ida Marie: Alltagsobjekt Plastiktüte, Wien 2011.
Hoskins, Tansy: Das antikapitalistische Buch der Mode, Zürich 2016.
Joly, Jean-Baptiste/Perret, Catherine/Warmers, Julia (Hg.): Fetisch + Konsum, Stuttgart 2009.
McKeown, Greg: Essentialismus, Die konsequente Suche nach Weniger,  Kandern 2018.
Klein, Naomi: Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima, 2. Auflage, Frankfurt am Main 2015.
Klein, Naomi: No Logo. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern,  4. Auflage, München 2005.
Lasn, Kalle: Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung, Freiburg 2005.
Lasn, Kalle: No More Bullshit. Die Zukunftswerkstatt für die 99 Prozent, München 2012.
Rabhi, Pierre: Glückliche Genügsamkeit, Berlin 2015.
Saad, Gad: The Consuming Instinct, New York 2011.

Schridde, Stefan: Murks? Nein Danke! Was wir tun können, damit die Dinge besser werden,
München 2014.
Trentmann, Frank: Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute, München 2017.
Ullrich, Wolfgang: Alles nur Konsum. Kritik der warenästhetischen Erziehung, 2. Auflage, Berlin 2013.
Werner, Klaus/Weiss, Hans:  Das neue Schwarzbuch der Markenfirmen, 5. Auflage, Wien 2009.

Barbara Kruger – Believe + Doubt. Hg. Yilmaz Dziewior, Ausst.-Kat. Kunsthaus Bregenz, Bregenz 2013.
Shopping. 100 Jahre Kunst und Konsum. Hg. Max Hollein, Christoph Gruneberg, Ausst.-Kat. Schirn-Kunsthalle Frankfurt, Ostfildern-Ruit, 2002.